14.02.2009 / Dresden: Angriffe auf Journalisten
Während drei Veranstaltungen am 13. und 14. Februar in Dresden kam es zu mehreren Angriffen auf Journalisten durch Neonazis.

Am 13. Februar fand auf dem Dresdner Heidefriedhof eine offizielle Veranstaltung statt, an der auch etwa 70 alte und junge Neonazis teilnahmen. Drei von ihnen, davon zwei bekannte Dresdner Neonazis, bedrohten einen Fotografen. Sie umstellten ihn, rempelten ihn an und versuchten ihm gewaltsam die Kamera zu entreißen. Dabei wurde er leicht im Gesicht verletzt. Nur durch Polizeischutz konnte der Journalist den Heidefriedhof schliesslich verlassen.

Auch am Abend des 13. Februar kam es im Zuge der Neonazi-Demonstration des so genannten "Aktionsbündnis gegen das Vergessen" zu diversen Angriffen und Behinderungen seitens der Neonazis gegenüber Journalist_Innen. Immer wieder schubsten Neonazis Fotografen und Kameraleute. Sie versuchten mehrfach Journalisten gewaltsam abzudrängen und störten ihre Arbeit. Schliesslich musste ein Kamerateam sogar zum Schutz vor den Neonazis fluchtartig die Demonstration verlassen.

Am 14. Februar versuchten mehrere Ordner der Demonstration der "Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland e.V." (JLO) gewaltsam gegen antifaschistische Gegendemonstranten am Dresdner Hauptbahnhof vorzugehen. Während die Polizei eine direkte Konfrontation verhinderte, griffen die Neonazis stattdessen mehrere Journalisten an und zerstörten Fototechnik. Obwohl die Journalisten teilweise mit Schlägen ins Gesicht angegriffen wurden, gab es bisher keine bekanntgewordenen Verletzungen
 
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